+++ Alarm Feuerwehr Forth +++
Datum: 11.02.2026 – 13.02.2026
Uhrzeit: 20:53 Uhr
Stichwort: THL1
Schlagwort: #T2722#klein#Wasser in Gebäude
Bemerkung: Wasser läuft in Gebäude
Einsatzstelle: Forth / Veit-Stoß-Straße
eingesetzte Fahrzeuge (Forth): LF16/12 (80/40/1) MLF (80/47/1)
eingesetzte Kräfte (Forth): 25
alarmierte Einheiten: FF Forth, FF Frohnhof, FF Mausgesees-Ebach, FF Uttenreuth (GS Verpflegung), FF Förtschwind-Greuth und FF Zentbechhofen (GS Dekon-/ Einsatzstellenhygiene), FF Höchstadt (ERH 36/2 mit AB Besprechung), Kreisbrandinspektion, THW Baiersdorf, THW Erlangen, THW Fürth, THW Nürnberg, THW Ingolstadt, Abwasserverband, Bürgermeister, Gemeindeverwaltung, Bauhof
Info: Die Feuerwehr Forth wurde zunächst in die Veit-Stoß-Straße alarmiert, da in mehreren Gebäuden Wasser über die Kanalisation eindrang. Mit diesem Alarm begann einer der längsten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr Forth im eigenen Ortsgebiet.
Da die betroffenen Anwohner das eindringende Wasser zunächst mit eigenen Mitteln unter Kontrolle halten konnten, begab sich die Feuerwehr umgehend auf Ursachensuche. Der Einsatzleiter forderte hierzu den Leiter des Bauhofes mit entsprechenden Plänen sowie Eckentals Bürgermeisterin Frau Dölle und Herrn Zeiß an die Einsatzstelle an. Ebenso wurde die Rufbereitschaft des Abwasserverbandes Obere Schwabach verständigt.
Im gesamten Wohngebiet zeigte sich ein extrem hoher Pegelstand in der Kanalisation. Der Fokus richtete sich daher auf das Pumpwerk Büg. Eine Verkettung mehrerer Umstände führte dort zu den erheblichen Wasserständen im Kanalsystem.
Zur Unterstützung wurden umgehend der ERH 4/3 sowie der Fachberater des THW Baiersdorf nachalarmiert. In enger Abstimmung aller Beteiligten installierte die Feuerwehr Forth zunächst sämtliche verfügbaren Schmutzwasserpumpen. Zusätzlich wurden die Feuerwehren Frohnhof und Mausgesees-Ebach mit Tragkraftspritzen angefordert.
Um die enormen Wassermassen abführen zu können, wurden vier B-Leitungen mit einer Gesamtlänge von rund 700 Metern vom Pumpwerk zur Schwabach verlegt.
Währenddessen forderte das THW eine Großpumpe sowie weitere Pumpen an und baute diese auf. Hierfür mussten unter anderem mehrere F-Leitungen durch teilweise überschwemmte Ackerflächen verlegt werden. Zur besseren Planung und Übersicht kam die Drohne der Feuerwehr Forth zum Einsatz.
Da für Donnerstag weitere Regenfälle angekündigt waren und sich eine längere Einsatzdauer abzeichnete, wurde der Abrollbehälter „Besprechung“ aus Höchstadt an die Einsatzstelle gebracht. Zusätzlich wurden die Pumpleistungen des THW nochmals angepasst und umgebaut.
Im Laufe des Tages kam zudem eine Unterwasserdrohne des THW Ingolstadt zum Einsatz, um ein 1,60 Meter großes Entwässerungsrohr zu kontrollieren.
Gegen 18:30 Uhr kam es nach erneuten Regenfällen zu einem weiteren starken Pegelanstieg. Dieser konnte mit einer Pumpenleistung von knapp 25.000 Litern pro Minute gerade noch gehalten werden.
Am Freitagmittag wurde die Akutlage für beendet erklärt und der Rückbau eingeleitet.
Da es sich bei dem abgepumpten Wasser um Mischwasser (Regen- und Fäkalwasser) handelte, waren besondere Hygienemaßnahmen erforderlich. Der Einsatzleiter alarmierte hierzu den ERH 9/3, Leiter der Dispogruppen Dekon/Einsatzstellenhygiene. In Abstimmung mit Feuerwehr und THW wurden die Dispogruppen Dekon aus Förtschwind-Greuth und Zentbechhofen hinzugezogen. Zusätzlich stellte das Landratsamt größere Mengen Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung.
Die Verpflegung wurde in der ersten Nacht sowie beim Rückbau durch die Feuerwehr Uttenreuth übernommen.
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Die Feuerwehr Forth bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die hervorragende Zusammenarbeit.
Ein besonderer Dank gilt einem Landwirt, der ohne zu zögern seine Maschinenhalle sowie weitere Gerätschaften zur Verfügung stellte.
Ebenso bedanken wir uns herzlich beim REWE Markt Binder, beim Kalchreuther Bäcker, bei der Metzgerei Schmidt sowie der Metzgerei Brütting für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Verpflegung.
Bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern entschuldigen wir uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten sowie die schwierige Parksituation während des Einsatzes.
Einsatz 17 – 21/2026