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Chronik der Feuerwehr Forth

Dem Zuge der neuen Zeit folgend fanden sich am 10. November 1872 in der Gastwirtschaft Gößwein dahier beherzte Männer aus Forth und Büg zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Forth- Büg. Leider sind die Unterlagen über die Gründungsversammlung nicht mehr vorhanden und die Namen der Gründer und die Namen der ersten Kommandanten nicht mehr festzustellen. Die ältesten Protokollbücher der Wehr sind verloren gegangen, wie dies auch öfters anderer Orts der Fall ist. Gleichwohl aber soll an dieser Stelle allen Gründungsmitgliedern herzlicher Dank gesagt und ihrer gedenkt werden.

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1872 wurde zugleich auch eine neue “Feuerspritze” von den beiden Gemeinden angeschafft, welche den damaligen Verhältnissen entsprechend neuzeitlich war. Eine Saug- und Druckspritze auf einem Wagenaufbau mit vier Rädern welche mit Pferdegespann schnell zu befördern war und von etwa 16 Mann gepumpt wurde. Diese tat indes bis zum Jahre 1930 Dienst.

Die Feuerwehr Forth- Büg hatte nun 2 Löschgeräte. Zur Unterbringung derselben, sowie der anderen Realitäten und Utensilien der Wehr mußte nun ein neues Feuerwehrhaus erbaut werden, was im Jahre 1873 erfolgte. Aus einem im Jahre 1877 zwischen den beiden Gemeinden Forth und Büg abgeschlossenen Vertrag geht hervor, daß das ältere Feuerspritzenhaus bei Haus- Nummer 30 damals Dollinger, beiden Gemeinden eigen war und daß in diesem die ältere Druckspritze und die älteren Utensilien aufbewahrt wurden. Es geht ferner hervor, daß das im Jahre 1873 neu erbaute Feuerspritzenhaus in der Nähe des Hauses Nummer 44 von der Gemeinde Forth allein erbaut wurde und daß in diesem die neue Saug- und Druckspritze samt der der Feuerwehr gehörigen Requisiten und Ausrüstungsgegenstände untergebracht sind und daß diese im Falle einer Auflösung der Wehr alleiniges Eigentum der Gemeinde Forth bleiben soll. Zugleich heißt es in diesem Vertrag, daß Büg zu allen Reparaturen ein Drittel der Kosten übernehmen müsse. Diese Vereinbarung wurde 1877 aufgrund einer neuen distriktiven Löschordnung des Bz. Amtes Erlangen getroffen.

Die Freiwillige Feuerwehr Forth- Büg war bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 die drittälteste Wehr im damaligen Bezirk - bzw. Kreisfeuerwehrverband Erlangen, nur Baiersdorf (1868) und Eltersdorf (1870) waren die älteren Wehren. Die Gründung der Wehr entsprach der damaligen Aufgeschlossenheit der Bürger von Forth und Büg, die ja auch auf Seite der kulturellen Belange damals sehr fortschrittlich waren. Bezüglich des Mitgliederstandes der Freiwilligen Feuerwehr Forth- Büg gibt uns beim Fehlen von örtlichen Unterlagen ein Bericht vom Jahre 1880 - 1882 des Bezirksamtes Erlangen an die Regierung in Ansbach Bescheid. Demzufolge zählte die Wehr damals 55 Mitglieder denen 97 Mann in der Pflichtwehr gegenüber standen.

Zehn Jahre später 1894 bis 1896 wir der Mannschaftsbestand der Ortswehren gemeldet: Freiwillige Wehr 70 Mitglieder, Pflichtwehr 53. Die große Mitgliederzahl beweist uns, das die Bedeutung der Wehr unter der Ortsbevölkerung streng ernst genommen wurde. Das beide Gemeinden Forth- Büg auch bereit waren große finanzielle Opfer für ihre Wehr zu bringen, bestätigt uns die Tatsache, daß beide Gemeinden für Anschaffungen für die Wehr vor 1880 5.050,- Mark aufbrachten, für damalige Verhältnisse eine enorm hohe Summe. Dieser Einstellung getreu hat die Gemeinde Forth auch in neuerer Zeit der Wehr die nötige Ausrüstung gegeben.So wurde im Jahre 1931 eine neue Motorspritze angeschafft mit einer Minutenleistung von 800 bis 1000 Liter. Die Anschaffungskosten der Motorspritze und des hierzu erforderlichen neuen Schlauchmaterials betrugen den Betrag von 8.500,- Mark, zu welchen jedoch Seiten des Staates 40% Zuschuß geleistet wurden, die Gemeinde aber rund 4.800,- Mark aufbringen mußte.

Die ersten Motorspritzen waren jedoch in ihrer technischen Handhabe noch nicht so vollkommen, woraus sich auch bei den ersten ernsten Einsatz der Forther Motorspritze eine kleine Panne ergab. Erfreulicherweise kann berichtet werden, daß die Ortswehr im Orte selbst nicht oft zu einem Ernstfall antreten brauchte. Beide Orte Forth und Büg haben im Verlaufe der letzten hundert Jahre nur wenige Brände zu verzeichnen und zwar soweit nachfeststellbar.

1915 Die Scheune der Gastwirtschaft Hofmann

1931 Werkstattbrand Richter

1931 Zwei Brände, nämlich der Scheunenbrand bei Kohlmann in Forth und die Segraßhütte bei Weiß in Büg. In beiden Fällen wurde die neue Motorspritze eingesetzt

Werkstattbrand Jakob Zeisler

Werkstattbrand Joh. Gg. Singer

Zu Hilfeleistungen bei Brandfällen in Nachbarorten wurde die Forther Wehr gerufen:

Nach Pettensiedel bei den großen Bränden Rothenbauer und Haselhof

Nach Frohnhof bei dem großen Brande am 1.7.1932, wo 7 Gebäude ein Raub der Flammen wurden, sowie zu weiteren drei Bränden in den Jahren 1953 und 1954.

Ferner kam die Forther Wehr zum Einsatz bei dem Brande in der Brandermühle 1934 und bei den Bränden in Herpersdorf, Illhof, Rüsselbach und Eschenau.

Besondere Erwähnung soll jedoch der Einsatz der Forther Wehr in den bösen Kriegsjahren bei den Fliegerangriffen in Nürnberg und im nahen Brand finden, wo bei dem Heulen der Alarmsirenen die Wehr sich jederzeit in Bereitschaft stellte um dem Gebot der Notstunde folgend wohl sehr oft Hilfe leistete. Dem Schreiber dieser Zeilen gereicht es zur Pflicht darauf heute noch dankend aufmerksam zu machen, daß bei dem großen Fliegerangriff auf Brand am 30.3.1944, wo 22 Brandherde im Dorfe wüteten, die Forther Wehr zu Hilfe kam als das Nachbaranwesen in hellen Flammen stand und auch sein eigenes Anwesen in größter Gefahr war und von der Forther Wehr beide Anwesen gerettet werden konnten.

In allen Ernstfällen hat die Forther Wehr ihren Wahlspruch “Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr” treugedient und wurde auch als Retter in der Not in der näheren Umgebung angesehen